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H.-Jürgen Korbmacher Sachverständiger- Immobilien- und Unternehmensbewertung.

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An dieser Stelle möchten wir Ihnen allgemeine, unverbindliche Tipps und Informationen geben, rund ums bauen und renovieren, teilweise auch mit einer Kostenschätzung und Materialkunde.

 

Das Dach

Materialien für die Dacheindeckung müssen nicht nur über Jahrzehnte Wind und Wetter trotzen. Form und Farbe der Dachziegel prägen die Optik der Immobilie.

Flachziegel oder Hohlziegel, Biberschwanz oder Mönch/Nonne, naturrot oder blau glasiert – der Bauherr hat die Qual der Wahl!

Hier eine kleine Materialkunde:

 

Dachziegel

          

Ein Jahrtausende altes Produkt, 450 v.Chr. von den Korinthern erfunden, nach wie vor sehr beliebt, sie sind größtenteils aus Ton und werden bei 800 bis 1000 Grad Celsius gebrannt.

:-)   Form- und Farbvielfalt sowie hohe Oberflächenqualitäten, absolut farbecht, langlebig 60-80 Jahre

:-(  In Regionen mit extremen Hagelschäden, deutlich höhere Schäden

      Ohne Dachaufbau und Dämmung ca. € 15,-- bis € 50,-- pro ²   


 

Dachstein

           

Die Herstellung erfolgt aus einer Mischung von Wasser, Zement und Sand, die dann gepresst wird und nachhärtet. Farbpigmente sorgen für die Farbgebung der Betonsteine.

:-) Farbvielfalt, gleichmässiges Erscheinungsbild, gute Ökobilanz, extrem hart

:-(  eingeschränkte Formenvielfalt, hohes Eigengewicht, Haltbarkeit ca. 40 Jahre

     ohne Dachaufbau und Dämmung ca. € 20 bis € 30  je m²


 

Schiefer

           

Naturbelassenes, regionales Produkt aus geschnittenem Schiefergestein, häufig bei Fachwerkhäusern anzutreffen. Die Verlegungsart „Altdeutsche Deckung“ gilt als hohe Schule des „dacheindeckens“.

:-) exzellente Ökobilanz, traditionelles Handwerk, regionaler Charakter, widerstandsfähig

:-( sehr aufwendig zu verlegen, neben Reet die wohl kostenintensivste Dachdeckung

     ohne Dachaufbau und Dämmung ca. € 100,--  je m²


 

Solardach

           

Ins Dach integrierte Hartglasmodule zur Stromgewinnung und/oder Wassererwärmung, ersetzen die dacheindeckung teilweise oder auch ganz (z.B. auf der Südseite des Hauses)

:-) produziert Strom/Wärme, oft attraktiver als aufmontierte Solaranlagen

:-( kostenintensiv, gibt es nur in blau/schwarz-Tönen, Lebensdauer ca. 20 Jahre

     ohne Dachaufbau und Dämmung ab ca. € 250,--  je m²


 

Reetdach

            

 Reet (auch: Reeth, Reth, Reith, Ried, Riet, Rohr und Ähnliches) bezeichnet das an Ufern oder auf sumpfigem Gelände wachsende Schilfrohr, das vielerorts in getrocknetem Zustand zur Dacheindeckung verwendet wird. Ein Reetdach kann traditionell als Kaltdach (mit Hinterlüftung) ausgeführt werden, früher wurde das Reet- oder Strohdach ohne Hinterlüftung als Warmdach konstruiert.  

:-)  hervorragende Isolationswirkung des Baustoffes Schilf. Aufgrund der geringen Rohdichte von Schilf sorgt Reet für guten sommerlichen Wärmeschutz und gute Wärmedämmung im Winter. Im Zuge moderner Bautechniken haben sich die Reetdächer allerdings ihrem Unterbau angepasst und werden heutzutage mit Hinterlüftung (gemäß DIN 4108) als Kaltdach gebaut. Die Hinterlüftung führt entstehende Feuchtigkeit ab und sorgt so für eine höhere Lebensdauer des Reetdaches.

:-(  Ein Reetdach hält im Durchschnitt 30 bis 50 Jahre, es sind aber auch Dächer dokumentiert, die über 100 Jahre alt wurden. Die Lebensdauer eines Reetdaches ist von unterschiedlichsten Kriterien abhängig. Reetdächer sind, vor allem im Hochsommer, feuergefährdet, wenn sie von der Sonnenbestrahlung ausgetrocknet sind. Hohe Feuerversichersprämien, Pflegeintensiv.

     ohne Dachaufbau ab ca. € 100,--  je m²

 

 

Die Wand

Modernes Mauerwerk muss Wärme drinnen und Feuchtigkeit draußen lassen, Feuer widerstehen und Geräusche abhalten. Der klassische Aufbau einer zweischaligen Wand besteht aus Vormauerziegeln, Dämmung und Hintermauerwerk (Ziegel, Kalksandstein, Porenbeton)

Ziegel

             

Nach wie vor werden Ziegel für den Wohnungsbau am häufigsten verwendet. Sie bestehen aus Ton und werden bei 800 bis 1000 Grad Celsius gebrannt. Sie sind Wärmedämm-Meister und gelten als Alleskönner unter den Wandprodukten.

:-)  Ziegel sind besonders wärme- und feuchteausgleichend

:-(  für den Schallschutz werden spezielle Ziegellösungen benötigt.

     Gesamtkosten je nach Wanddicke € 90 bis 190,--  je m²


 

Vormauerziegel und Klinker

              

Vormauerziegel oder Klinker sind die „klassischen Ziegel“, die heute nur noch als Verblendschale (vor Mauerwerk oder Beton) eingesetzt werden.

:-)  Vormauerziegel sind die ausdrucksstärkste und langlebigste Mauerwerksart.

:-(   ?

     Gesamtkosten je nach Ausführung bis ca.  € 250,--  je m²


 

Porenbetonsteine

       

Porenbetonsteine sind leichte Steine, die aus Sand, Kalk und Zement bestehen und durch die Zugabe von Wasser und Aluminiumpulver auftreiben. Hierdurch erhalten Sie eine fein verteilte Porenstruktur, die hochwärmedämmend ist.  

:-)  Porenbetonsteine sind besonders leicht zu bearbeiten.

:-(  Der Feuchtgehalt kann bei der Auslieferung noch relativ hoch sein.

     Gesamtkosten je nach Wanddicke zwischen   € 90,-- und € 180,--   je m²

 

 

Kalksandstein

            

Kalksandsteine bestehen aus Sand, Kalk und Wasser. Nach dem Mischen wird die Masse verdichtet und in Pressen geformt, anschliessend werden sie in Dampfdruckkesseln gehärtet, so erreichen Sie eine hohe Festigkeit.

:-)   Auf Grund ihrer hohen Rohdichte weisen Sie einen hohen Schallschutz auf.

:-(   Kalksandsteine haben keine hohe Dämmwirkung und benötigen einen Vollwärmeschutz

      Gesamtkosten je nach Ausführung WDVS (Wärmedämmverbundsystem) zwischen € 140,-- bis € 160,-- je m²


 

Leichtbetonsteine

               

Leichtbetonsteine bestehen aus natürlichen oder künstlichen Leichtzuschlägen wie Bims, Blähbeton oder Blähglas, die mit Wasser und Zement vermischt werden und in Pressen ihre Form erhalten und dann aushärten müssen. Mauersteine aus Leichtbeton werden als Vollsteine (DIN 18 152), Vollblöcke (DIN 18 152) und Hohlblocksteine (DIN 18 151) gefertigt.

:-)  Werden als Spezialprodukte  für die unterschiedlichsten Anforderungen angeboten. Der Vorteil von Leichtbeton gegenüber Normalbeton liegt neben dem geringeren Eigengewicht beispielsweise in der geringeren Wärmeleitfähigkeit.

:-(   Sie weisen das höchste Schwindmaß auf. (bezeichnet die Größe der Volumensabnahme, Schwund eines Materials). Wegen geringer Dichte geringerer Schallschutz. Wegen Porigkeit (hohe Feuchtigkeitsaufnahme) Gefahr von Bauschäden, keine Eignung als Außenwand ohne weitere Abdichtungsmaßnahmen. Hoher Energieaufwand und CO2-Ausstoß bei der Herstellung. Geringe Tragfähigkeit, geringe Punktbelastung, Probleme z. B. beim Verankern schwerer Elemente

    Gesamtkosten je nach Wanddicke zwischen € 80,-- bis € 160,-- je m²

 

 

Holzständerwerk

           

Der Bau mit Holzständerwerk ist bereits aus dem 13. Jahrhundert bekannt. Holzständer lassen sich im Trockenbau für den Bau von Außenwänden ebenso einsetzen wie für den Innenausbau: etwa beim Wandaufbau im Hausinneren oder als Holzunterkonstruktion bei Holzdecken. Der Holzrahmenbau ist nach wie vor die klassische Methode, ein Fertighaus oder Ausbauhaus zu bauen. Durch den lebendigen Baustoff Holz erhält man ein Gebäude in Holzrahmenbauweise welches  absolut trocken und dicht ist. Die Anforderungen der ENeV (Energieeinsparverordnung) werden von den Fertighäusern in Holzrahmenbauweise in aller Regel deutlich übertroffen.

:-)  behagliches und gesundes Raumklima. Ausgezeichnete Wärmedämmung. Günstige Herstellungskosten. Kurze Bauzeiten, schlanke Wandquerschnitte, flexibles System

:-(   hellhörige Wände wenn die Dämmschicht nicht dick genug ist,  Spezialdübel für Regale, etc. notwendig) Beim finanzieren geht die Bank meist von einer etwas geringeren Lebensdauer aus. Regelmässige Pflege erforderlich

 Baukosten: Ungefähr €  1000,--/m² Bruttogrundfläche bei Raumhöhe 2,95 m nach NHK 2000 für Flachdach mit Keller rechnen. Damit sollte man auf der sicheren Seite sein. Oder aber rund  € 300,--  pro m³ umbauten Raum, dann müsste man in etwa auf die gleichen Kosten kommen. (gehobene Ausstattung unterstellt (modernste Heiztechnik, hoher Wärmedämmgrad, etc) ²


 

Fenster

In Kombination mit intelligenter Technologie sind neue Fenster und Türen komfortabler, sicherer und sparen Energie. Insgesamt hat sich der Uw-Wert von Fenstern in den vergangenen 50 Jahren um rund 75% verbessert. Der Uw-Wert von Einfachglasfenster lag bei rd. 4,7 W/m²K. Moderne Dreifachverglasung hat einen Uw-Wert von 1,1 W/m²K. Faustregel: Je niedriger der Wärmedurchgangskoeffizient desto besser, da die Wärmeverluste geringer ausfallen.

Kunststoff

         

Das „Billig-Image sind sie los. In puncto Technik erzielen Kunststofffenster mit entsprechender Verglasung TOP U-Werte

:-)  Pflegeleichteste und günstigste Variante der modernen Fenstergeneration.

:-(   Mitunter sehen Kunststofffenster weniger hochwertig aus. Die erste Generation der  Fenster neigen nach einigen Jahren zu einer leichten „Vergilbung“. Nicht unbedingt bei sehr großen Fensterflächen z.B. Schaufenster auf Grund der Stabilität geeignet.

     Standardfenster mit guten Wärmedämmwert liegen bei ca. € 480,-- inkl. Einbau.


 

Holzfenster

          

Für viele Bauherren erste Wahl, weil Holz für Nachhaltigkeit steht und Wertigkeit.

:-)  Gute Dämmeigenschaften mit entsprechender Dreifachverglasung auch für Passivhäuser geeignet.

:-(   Der Holzrahmen ist pflegeintensiver als bei der „Konkurrenz“

    Standardfenster mit gutem Wärmedämmwert liegen bei ca. € 620,-- inkl. Einbau.


 

Holz/Alufenster

            

Der Materialmix sorgt für eine große Vielfalt – auch in der Farbe. Der Einsatz ist vom modernen Neubau bis zur hochwertigen Sanierung möglich.

:-)  Innen die Behaglichkeit des Holzes und aussen die moderne Ausstrahlung des Metalls.

:-(   Hoher Preis, der Materialverbund spiegelt sich auch in den Kosten wider.

     Standardfenster mit gutem Wärmedämmwert liegen bei ca. € 750,-- inkl. Einbau.


 

Alufenster

       

Die Stabilität von Aluminium-Fenster und Aluminium-Türen ist enorm hoch, was auch zum Einsatz solcher Alu Elemente im Gewerbe- und Prestigebau führt. Der Einsatz ist vom modernen Neubau bis zur hochwertigen Sanierung möglich.

:-)      Alufenster haben die höchste Witterungsbeständigkeit und Langlebigkeit. Viele Größen und Formen können nur durch Konstruktionen mit Alu Fenster Systemen realisiert werden. Fenster und Türen aus Aluminium sind wartungsarm und extrem langlebig, da es zu sehr geringem Materialverschleiß kommt. Durch die individuelle Pulverbeschichtung, sind farbige Alu-Fenster und Türen in fast jeder erdenklichen Farbe erhältlich. Holzdekore können sogar mit echter Struktur auf das Aluminiumfenster gebrannt werden.  Aluminiumfenster besitzen eine höhere Einbruchssicherheit und Schalldämmung als Holz- und PVC.  

:-(   Der größte Nachteil von Aluminiumfenstern ist ihr Preis. Sie sind etwa 10 bis 30 Prozent teurer als Varianten aus Kunststoff oder Holz. Durch ihre vorteilhafte Langlebigkeit machen sie die Investition auf lange Sicht allerdings wieder wett. Trotzdem sollten Sie mit einem Fachmann darüber sprechen, wie sinnvoll Aluminiumfenster im Fall Ihres Hauses sind, bevor Sie sich für einen Einbau entscheiden. Als weiterer Nachteil kann gelten, dass man die Farbe von Aluminiumfenstern nicht einfach ändern kann, weil sie nicht ohne Weiteres überstrichen werden kann wie beispielsweise bei Holzfenstern. Aluminiumfenster wurden lange aus einem kompletten Stück gefertigt. Dadurch bildeten sich schnell Wärmebrücken und der U-Wert vom Alufenster war im Vergleich schlechter als der vom Kunststofffenster oder dem Holzfenster. Mit neuen Herstellungsverfahren hat sich die Situation allerdings verbessert. Dazu werden die innere und äußere Alu Schale durch einen Isolationskern voneinander getrennt, was die U-Werte vom Aluminiumfenster stark verbessert. Ältere Alu Fenster haben den Nachteil, dass sich an ihnen Kondensat bildet: schwitzende Aluminiumfenster stellen eine deutliche Beeinträchtigung der Wohnqualität dar.

    Die Preise für ein Alufenster mit einem U-Wert von 1,1 und dreifach Verglasung beginnen bei kleinster Fenstergröße bei rund 300 Euro im günstigen Internetversandhandel. Die Preise steigen bei größeren Dimensionen der Aluminiumfenster schnell an.  

 

Infos zur Fussbodenheizung


     

Viele haben das beim Bau der Wohnung oder des Hauses bestimmt auch gehört: Fußbodenheizungen gelten als effizient und sollen dazu auch noch umweltfreundlich sein. Doch es gibt auch hier eine andere Seite der Medaille.

Fußbodenheizungen sind hierzulande beliebt. Jedes zweite neuentstehende Ein- oder Zweifamilienhaus wird mittlerweile mit Fußbodenheizung bestimmt.

Mit einer Fußbodenheizung holt man sich eine sogenannte Strahlungswärme ins Haus. Diese wird als besonders angenehm und gesund empfunden. Zudem gilt sie als nachhaltig.  Der Grund: Es gibt eine große Abstrahlfläche.

Doch trotz großer Beliebtheit gibt es bei Fußbodenheizungen auch Nachteile. Denn sie lassen sich nicht einfach wieder an- und abschalten. Wenn es zum Beispiel am Nachmittag sehr heiß in der Wohnung wird, weil die Sonne einfällt, nützt ein Abschalten nichts. Das würde nämlich erst am Abend wirken. Und dann ist die Sonne schon wieder weg.

Bei der Fußbodenheizung fließt meistens warmes Wasser durch die langen Kunststoffrohre im Fußboden, seltener Elektroheizschlanegn, die Estrich und den Bodenbelag aufheizen. Zusammen wirkt das dann wie ein überdimensionierter Heizkörper mit einer großen Materialmasse. Doch ist die einmal aufgeheizt, kann man sie nicht mehr einfach mal kurz runter drehen.

Besitzer von Fußbodenheizungen greifen häufig auf einen Extra-Heizkörper für das Bad zurück, weil sie es dort wärmer haben wollen als in anderen Räumen. Das kann man allerdings auch geschickter machen, wenn man in Zukunft eine Fußbodenheizung plant.

Denn eine sorgfältig geplante Heizung berücksichtigt die gewünschten höheren Temperaturen im Bad bereits beim Einbau. Die Heizrohrschlangen werden dazu im Bad einfach enger gelegt und sorgen dadurch für mehr Wärme.

Diese Faktoren beeinflussen die Effizienz der Fußbodenheizung

Ob eine Fußbodenheizung gut wärmt, hängt nicht nur von der Lage der Rohre im Boden ab, sondern auch vom Boden selbst. Dabei sind Fliesen, Terrakotta und Steinböden am besten geeignet. Denn diese Materialen nehmen die Wärme s chnell auf und schaffen dadurch schnell Wärme in der Wohnung.

Doch beim Parkett geht diese Gleichung weniger gut auf. Denn nicht alle Holzböden lassen die Wärme gut durch. Die Dicke, Verarbeitung und die Holzart beeinflussen, wie gut die Heizung funktioniert.

Klar ist, dass Hohlräume unter dem Parkett sich fatal auf die Heizleistung auswirken, denn sie bilden eine Isolierschicht, die die Wärme auf dem Weg in die Wohnung aufhält.

Schlechter als Parkett ist der klassische Teppichboden. Denn Teppich wirkt selbst wie eine Isolierschicht. Nur spezielle Teppiche für Fußbodenheizungen fallen hier raus.

Und: Wenn man es in der Wohnung gemütlich haben möchte und deshalb einen Teppich auf den Fliesenboden legt, hat man die Idealbedingungen für die Heizung auch wieder zerstört. Das Resultat eines großen gemütlichen Teppichs kann sogar ein Hitzestau im Boden sein, der gerade bei Holzböden zu Schäden führen kann. Denn das Holz könnte zu trocken werden und dadurch reißen. Achten Sie also darauf, wie Sie mit Ihrer Fußbodenheizung genau umgehen.

Grundsätzlich ist eine Fussbodenheizung mit Einbau zunächst teurer als ein Heizkörper. Die Verlegung der Fussbodenheizung ist aufwändiger als das Aufhängen von Heizkörpern und das Verlegen der jeweiligen Rohre.

Aber auch bei Fussbodenheizungen gibt es preisliche Unterschiede. Der Einbau einer elektrischen Fussbodenheizung ist meist preisgünstigiger als eine Warmwasserfussbodenheizung. Die Kosten und Preise für eine elektrische Fussbodenheizung liegen bei ca. 380 Euro/10 m². Je größer die Quadratmeterzahl wird, desto günstiger wird der Preis.

Bei der Warmwasserfussbodenheizung unterscheiden sich die Kosten und Preise je nachdem, ob ein Trockensystem oder ein Nasssystem zum Einsatz kommt.

Stromverbrauch von Fussbodenheizungen

Im Gegensatz zu Heizkörpern, die durch ihre kleine Fläche stark erwärmt werden müssen, um ausreichend Wärme abzugeben, strahlen Fussbodenheizungen die Wärme über den gesamten Fussboden ab. Dadurch sind geringere Temperaturen notwendig, die zu wesentlichen Einsparungen bei den Heizkosten führen können.

 

Trockensystem

€   Pro Quadratmeter belaufen sich die Kosten / Preise zwischen 28 Euro bis 44 Euro + Anbindeleitungen (pro Meter ca. 6,50 Euro) + Verlegplatten (pro Quadratmeter ca. 11 Euro)

Nasssystem

Für das Nasssystem gibt es verschiedene Varianten (Noppenplattensystem, das Trägerelementsystem Classic, Klettsystem, Tackersystem und das Klemmschienensystem)

  • Noppenplattensystem - pro Quadratmeter liegen die Kosten / Preise zwischen 20 Euro bis 37 Euro
  • Trägerelementsystem Classic - pro Quadratmeter liegen die Kosten / Preise zwischen 13 Euro bis 39 Euro
  • Klettsystem, Tackersystem und das Klemmschienensystem - pro Quadratmeter liegen die Kosten / Preise zwischen 14 Euro bis 27 Euro

 

:-)  Vorteile von Fussbodenheizungen

 

  • Architektonische Freiheit der Gestaltung des Raumes
  • Durch Fussbodenheizungen können Heizkosten gespart werden und dadurch und die Umwelt geschont
  • Keine Staubaufwirbelung durch Fussbodenheizungen
  • Das Wachstum von Hausmilben und Schimmelpilzen wird verringert (durch gleichmäßige Wärmverteilung)
  • Man kann auch im Winter barfuß laufen
  • Die Wärme wird als großflächige Strahlung abgegeben und schafft ein behagliches Gefühl
  • Es werden erst die Füße gewärmt, dadurch kann die Raumtemperatur um wenigstens zwei Grad gesenkt werden
  • Betrieb der Fussbodenheizung im Niedertemperaturbereich
  • Fussbodenheizungen müssen nicht gestrichen, verkleidet oder umständlich gereinigt

:-(Nachteile von Fussbodenheizungen

 

  • Nur langsame Angleichung an die Zimmertemperatur (träge)
  • Veränderung der Raumhöhe
  • Hohe Einbau- und Reparaturkosten von Fussbodenheizungen
  • Sanierung von Fussbodenheizungen ist schwierig
  • Man kann nicht jeden Bodenbelag verwenden

 

Lebensdauer von Fussbodenheizungen

Die elektrische Fussbodenheizung hat eine hohe Lebensdauer, da kein Verschleiß vorliegt. Die Warmwasserfussbodenheizung sollte in regelmäßigen Abständen gespült werden, damit die Rohre nicht verschlammen.